Rezension: Spin my Heart - Tanz auf dem Eis

von Jan 14, 2023

Sokrates in Sneakern

Titel: Spin my Heart – Tanz auf dem Eis

AutorIn: Jeannine Molitor

Format: e-Book

ISBN: ‎ 9783986379698

Seiten

Bewertung:

Weiß auf Gold

 

Zum Inhalt:

Anna reist für die Qualifikation der Eiskunstlauf WM nach Kanada zu einem alten Schulfreund ihres Vaters. Dort hat sie nicht nur auf dem Eis, sondern auch mit dessen Stiefsohn Fynn zu kämpfen. Als sie beschuldigt wird, die Schlittschuhe einer Konkurrentin manipuliert zu haben, beginnt eine stürmische Zeit in ihrem Leben.

Mein Eindruck:

Zum Ende des letzten Jahres hatte ich Lust, etwas Passendes zur Wintersaison zu lesen, weswegen ich mich um ein Rezensionsexemplar bei den DigitalPublishers beworben habe. Meine Wahl fiel auf Spin my Heart von Jeannine Molitor, weil ich gerne Schlittschuhlaufen gehe und diesen Winter leider keine Zeit dafür finden konnte.

Der Einstieg in das Buch ist mir gut gelungen. Der Schreibstil ist einfach gehalten, humorvoll angehaucht und mit detaillierten Beschreibungen versehen. Ich bin von Seite zu Seite geflogen.

Mir ist recht schnell aufgefallen, dass die Autorin sich mit den Themen Eiskunstlauf und Eishockey tiefgehend beschäftigt haben muss, denn ihre Beschreibungen und Erklärungen der Figuren und der Technik ließen eindeutige Bilder in meinem Kopf entstehen und ich habe vor, mich, in Zukunft, an einer Pirouette zu versuchen.

Außerdem hat Jeannine Molitor verschiedene Handlungsorte mit viel Liebe zum Detail bildlich beschrieben und der kleine Teich unweit des Wohnsitzes von Fynns Familie muss einfach magisch sein. Mit Kanada als Handlungsland ist natürlich eine wunderschöne winterliche Landschaft gegeben, mit deren Möglichkeiten die Autorin kreativ umgegangen ist.

Die Charaktere habe ich rasch in mein Herz geschlossen und stolz ihre Entwicklungen beobachtet. Beide haben ihre Päckchen zu tragen und es ist schön, zu sehen, wie einander geholfen werden kann.

Fynn und Annas Beziehung ist in der perfekten Geschwindigkeit entstanden und folgte im Verlauf nicht zu vielen Klischees, was ich äußerst erfrischend fand. Es hat sich realistisch angefühlt und nicht so künstlich wie der typische Verlauf, dem insbesondere Romanzen folgen.

Die Storyline war in sich auf Harmonie fokussiert und thematisierte alltäglich auftretende Probleme, mit denen sich jeder von uns identifizieren kann. Vermutlich konnte ich mich deshalb rasch in die Protagonisten hineinversetzen.

Alles in Allem hat mir das Buch sehr gefallen und meine Lust, selber auf dem Eis zu stehen verdoppelt. Ich empfehle es allen, die den Winter lieben und Gefallen an wenig dramatischen Liebesgeschichten haben.

 

 

{

Das Gefühl des Eises

unter meinen Kufen

fühlt sich so heimisch an,

dass alles Negative

der letzten Tage

von mir abfällt.

– Anna